| Aktuelle Nachrichten/News des DRK |
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Chronik
Denken wir heute, 50 Jahre zurück, so stossen wir auf einige junge Frauen und Männer, die sich dazu entschliessen, eine DRK – Gruppe zu gründen. Den Anstoss dazu gab ein Erste Hilfe Lehrgang. Aufgrund einer Bundesinitiative organisierte der damalige Kreisbereitschaftsführer und Ausbilder Hr. Rektor Brettnacher gemeinsam mit Hr. Irsch und Hr. Klein aus Saarburg, im Rahmen der Breitenausbildung, im Winter 1959, einen solchen Lehrgang. Am 15. Februar 1960 gründeten Else Frenz, Margret Poth, Rosemarie Spier, Matthias Klassen, Alois Jäger, Wilhelm Stoffel, Christof Rörsch und Norbert Hein die „DRK – Ortsgruppe Taben – Rodt – Hamm“. Mit dem Erlös eines „Waldfestchens“ auf der Wiese beim „Bruch“ schaffte man die ersten Verbandmaterialien an. Jede Woche traf man sich in der Schule zu einem Übungsabend. Was die einzelnen auf Lehrgängen erfahren hatten, wurde dort an alle Anderen weitergegeben. Bei den Übungen und Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr Taben – Rodt war man immer mit dabei. Es wurde Hand in Hand gearbeitet. Da Taben – Rodt vom nächsten Krankenhaus weit entfernt lag, und in dieser Zeit noch nicht so viele private Autos zur Verfügung standen, schaffte man sich selbst einen Krankenwagen an. Aus zwei alten VW – Kleinbussen baute man in unzähligen Freizeitstunden einen Krankenwagen, der am 14.05.1969 polizeilich zugelassen wurde.
Anfang der 70iger Jahre wurde in der Verbandsgemeinde das Deutsche Rote Kreuz neu strukturiert. Die Gruppe wurde eine Teileinheit des Ortsverein Saarburg e.V. und erhielt den Namen „DRK - Zug Taben – Rodt – Hamm“.
In Erzählungen von unserem Gründungsmitglied Wilhelm Stoffel wurden 2 Einsätze herausgegriffen, die beispielhaft waren:
Im Winter 1969/1970 war Taben – Rodt, durch gewaltige Schneeverwehungen, nach Freudenburg vollkommen abgeschnitten. Als man im Ort erfuhr, dass mehrere Fahrzeuge, darunter auch ein Schulbus mit behinderten Kindern von Temmels, in den Schneeverwehungen steckengeblieben war, rückte man mit der Freiwilligen Feuerwehr sofort zur Einsatzstelle „Mauergewann“ aus. Bei eisiger Kälte und scharfem Wind wurde gemeinsam geschaufelt und geschafft, bis alle Betroffenen im Ort in Sicherheit waren.
Bei einem Zugunglück am 22.04.1975 in Höhe des Tabener Bahnhof war man ebenfalls tätig. Bei der Kollision eines Güterzuges mit einem Eilzug wurden 5 Menschen getötet und weitere 25 zum teil lebensgefährlich verletzt. Gemeinsam mit vielen anderen Einsatzkräften wurden die Verletzten an der Unglücksstelle versorgt und in die Klink transportiert.
Stetig wurde der DRK – Zug Taben – Rodt zu einer leistungsfähigen Einheit, im Rahmen der Notfallhilfe, ausgebaut. Vor allem durch dass große Engagement des damaligen Zugführers P. Kiefer ist es seinerzeit gelungen, die Gruppe mit einfachster Ausstattung zu beachtlichen Leistungen zu führen. Der Zug hat beispielsweise in dieser Zeit, eine Ausstattung mit Funkmeldempfänger erhalten. Seither kann der DRK - Zug Taben – Rodt - Hamm bei Feuerwehreinsätzen bzw. bei Einsätzen der Schnelleinsatzgruppe Saar – Hochwald und der Gruppe Saarburg separat durch die Rettungsleitstelle in Trier alarmiert werden.
Besonders bemerkenswert und mittlerweile selbstverständlich ist es, das sich der DRK – Zug Taben – Rodt – Hamm und die Freiwillige Feuerwehr Taben – Rodt, bei Sirenenalarmierungen gegenseitig zur Seite stehen.
Um die Effizienz des Könnens zu erhöhen und den heutigen Standard weiter zu entwickeln, wurde besonders innerhalb der letzten 3 Jahre die Ausrüstung erheblich optimiert. Hierzu zählen beispielsweise ein Notstromaggregat, ein Gasheizgerät, Beleuchtungsmaterial für die beiden Einsatzzelte, Handfunkgeräte, Einsatznotfallrucksack samt Inhalt, Akkuhandstrahler, diverses Küchenzubehör, Hochdruckreiniger,...
Der lange angestrebte Wunsch, die Ausrüstung ordentlich in einem Fahrzeug zu lagern, konnte erst im Jahr 2001 realisiert werden.
Im August 2001 wurde ein, aus dem Jahre 1968 stammender Söhngen – Kipper (Anhänger des Katastrophenschutzes) vom Kreisverband Trier – Saarburg übernommen. In rund 100 freiwilligen Einsatzstunden, wurde, der damals verkommene, Anhänger instandgesetzt. Heute dient dieses betagte Gefährt der Lagerung und dem Transport von eigenen Ausrüstungsgegenständen des Sanitätsdienstes und des Katastrophenschutzes.
Am 26. Oktober 2002 erfolgte die Beschaffung eines Einsatzfahrzeuges. Das am 31.10.1990 erstmals zugelassene Fahrzeug wurde vom DRK – Ortsverein Bielstein (Gummersbach – Wiehl) erworben und in einem Zeitvolumen von 900 Stunden instandgesetzt. Um die Stabilität und Sicherheit des Fahrzeuges zu sichern, standen erhebliche Blecharbeiten an.
Beide Fahrzeuge, der Materialanhänger und der Rettungswagen waren bis zum 06. Dezember 2003 in der Gemeindescheune in der Augy Straße in Taben – Rodt stationiert. Dort war der Feuchtigkeitsgehalt leider so hoch, dass die Fahrzeuge selbst und auch die sonstige vorhandene Ausrüstung auf Dauer sehr belastet wurden. Bei der Suche nach einer geeigneten Möglichkeit der Unterstellung half wiederum die Ortsgemeinde mit und stellte eine Garage zur Verfügung. Heute kann die komplette Ausrüstung der Einsatzeinheit in dieser Garage am Rodter Fels zentral gelagert werden.
Im Laufe der ganzen Jahre wurde der Grundgedanke von einst in der Gruppe weitergelebt. Damals, wie auch heute, wird die Ausrüstung durch Erlöse von Kirmes, Tag der Hilfe, Sanitätsdiensten und Spenden finanziert. Die Gelder wurden über Jahre zweckgebunden zusammengespart um diese Struktur aufzubauen.
Mit Gründung einer Jugendrotkreuzgruppe 1999 erfolgte ein wichtiger Schritt im Bereich „Nachwuchs“. Neben den zahlreichen Aktivitäten der JRK´ler schaffte man es gemeinsam die innerörtliche Seniorenbetreuung z.B. mit einem zusätzlichen Seniorennachmittag oder der Weihnachtstütenaktion zu unterstützen.
Die heute 40 aktiven Rotkreuzler und 8 JRK´ler haben es geschafft, den DRK – Zug Taben – Rodt – Hamm zusammenzuhalten, sich fort- und auszubilden und auch bei Übungen und Einsätzen ihre Schlagfertigkeit zu zeigen.
(Quelle: Erzählungen unseres Gründungsmitglied Wilhelm Stoffel im Frühjahr 2000)
(Schriftliche Quellennachweise liegen leider nicht vor)
Führungskräfte im Laufe der Zeit:
1960 - 1972: Christof Rörsch (Gruppenführer);
1972 - 1977: Bernhard Stocky (Zugführer);
1977 - 1982: Manfred Irsch (Zugführer);
1982 - 1990: Bernhard Stocky (Zugführer);
1990 - 1998: Peter Kiefer (Zugführer);
1998 - 2000: Hugo Simons (Zugführer);
seit 2000: Elke Weidert (Zugführerin);
Aktualisiert (Freitag, den 26. März 2010 um 11:24 Uhr)